Evaluation
Die Testphase. Meist muss ein Profit Target erreicht werden, ohne Regeln wie Daily Loss, Max Loss, Drawdown oder Mindesthandelstage zu verletzen. Manche Firmen verwenden andere Namen oder teilen die Evaluation in mehrere Stufen.
Prop-Trading-Programme stellen Tradern eine Kontoumgebung mit fest definierten Regeln zur Verfügung. Je nach Anbieter wird in einer simulierten Umgebung oder – seltener – über ein Live-Konto gehandelt. Die Bezeichnung „Funded“ bedeutet deshalb nicht automatisch, dass frei verfügbares Firmenkapital live am Markt eingesetzt wird.
Diese Seite bietet einen einfachen Einstieg in die wichtigsten Begriffe für Personen, die sich bisher noch nicht mit Prop Firms beschäftigt haben. Sie bleibt bewusst innerhalb der Prop-Trading-Thematik und erklärt keine Trading-Strategien im Detail. Tiefere Erklärungen zu Trading, Risikomanagement und weiteren Fachbegriffen werden in unseren Kursen enthalten sein. (Derzeit noch im Aufbau)
Die Testphase. Meist muss ein Profit Target erreicht werden, ohne Regeln wie Daily Loss, Max Loss, Drawdown oder Mindesthandelstage zu verletzen. Manche Firmen verwenden andere Namen oder teilen die Evaluation in mehrere Stufen.
Nach dem Bestehen können Identitätsprüfung, Verträge oder eine Activation Fee erforderlich sein, bevor das nächste Konto bereitgestellt wird. Aktivierungsgebühren kommen besonders in Teilen des Futures-Prop-Markts vor, werden aber nicht von jedem Anbieter verlangt.
Die auszahlungsberechtigte Phase. Begriffe wie Funded, Performance, Pro oder Express Account können diese Stufe beschreiben. Das Konto kann weiterhin simuliert sein. Gewinne werden auszahlungsfähig, sobald die jeweiligen Payout-Regeln erfüllt sind.
Ein Konto ohne klassische Challenge oder mit verkürzter Qualifikation. Dafür können Einstiegskosten, Drawdown-Regeln, Profit Split oder Auszahlungsbedingungen strenger sein. Auch hier unterscheiden sich die Bezeichnungen je nach Prop Firm.
Ein CFD ist ein gehebeltes Derivat, dessen Wert einem zugrunde liegenden Markt folgt, ohne dass der Trader den Basiswert besitzt. Positionsgrössen werden üblicherweise in Lots angegeben. Je nach Plattform beeinflussen Margin, Hebel, Spread, Kommissionen und mögliche Übernachtfinanzierung das Konto.
Futures sind standardisierte, börsengehandelte Terminkontrakte. Die Positionsgrösse wird in Kontrakten angegeben. Viele Märkte bieten grössere Kontrakte sowie kleinere Mini- oder Micro-Varianten; Punkt- und Tickwert hängen vom jeweiligen Instrument ab.
Der Kontostand nach geschlossenen Trades und verbuchten Kosten. Offene Gewinne oder Verluste sind normalerweise noch nicht enthalten.
Der aktuelle Kontowert inklusive nicht realisierter Gewinne und Verluste offener Positionen sowie – je nach Plattform – Kosten wie Kommissionen oder Swaps.
Margin ist der fĂĽr gehebelte Positionen erforderliche oder reservierte Betrag. Buying Power beschreibt die verfĂĽgbare Marktexposition. Beides ist nicht mit dem erlaubten Drawdown gleichzusetzen.
CFD-Positionen werden meist in Lots angegeben, Futures-Positionen in Kontrakten. Mini- und Micro-Futures sind kleinere Kontraktvarianten. Ihr Geldwert unterscheidet sich je nach Instrument.
Realisierter P/L entsteht aus geschlossenen Trades. Nicht realisierter P/L ist das laufende Ergebnis offener Positionen und kann bereits auf Verlustlimits angerechnet werden.
Bezeichnungen wie 50K oder 100K beschreiben meist die nominelle Kontogrösse des Programms. Wie viel tatsächlich verloren werden darf, bestimmen Verlustlimit und Drawdown – nicht die beworbene Account-Grösse.
Das Gewinnziel zum Bestehen einer Evaluation. Eine Challenge besitzt häufig ein festes Ziel, während die Funded-Phase meist kein Bestehensziel mehr hat, sondern Auszahlungsvoraussetzungen. Mehrstufige Evaluationen können pro Phase unterschiedliche Ziele festlegen.
Der tiefste erlaubte Kontowert. Ein statisches Limit bleibt unverändert, während ein Trailing Drawdown einem neuen Höchststand nach der Formel des Anbieters folgt. Eine Unterschreitung kann das Konto beenden.
Ein nachlaufendes Limit, das sich während des Handelstags verändern kann – teilweise anhand der höchsten Balance oder Equity inklusive offener Gewinne. Dadurch kann sich die Verlustgrenze bereits vor dem Schliessen eines Trades erhöhen.
Der End-of-Day-Drawdown wird normalerweise nach Handelsschluss anhand des vom Anbieter festgelegten Tagesendwerts neu berechnet und gilt für die nächste Sitzung. Die neue Grenze kann während dieser Sitzung dennoch intraday durchgesetzt werden.
Der maximal erlaubte Verlust innerhalb eines Handelstags. Je nach Regeln zählen geschlossene Ergebnisse, offene Verluste, Kommissionen und Swaps mit. Entscheidend sind auch Rücksetzzeit und Zeitzone.
Eine Regel, die verhindern soll, dass ein einzelner Tag oder Trade einen zu grossen Anteil am Gesamtgewinn ausmacht. Sie kann in der Evaluation, vor einer Auszahlung oder in beiden Phasen gelten. Prozentsatz und Berechnung unterscheiden sich je nach Anbieter.
Der Kaufpreis oder das wiederkehrende Abonnement für die Testphase. Nach einem gescheiterten Versuch können ein Neukauf oder eine Reset Fee anfallen.
Eine einmalige oder wiederkehrende GebĂĽhr fĂĽr die Freischaltung des Funded- oder Performance-Kontos nach dem Bestehen. Sie ist bei einigen Futures-Programmen verbreitet, aber nicht allgemein ĂĽblich.
Der prozentuale Anteil einer zulässigen Auszahlung, der beim Trader verbleibt. Die Aufteilung kann sich nach bestimmten Auszahlungs- oder Leistungsstufen verändern.
Die Deckelung des Betrags, der pro Antrag, Auszahlungsperiode oder Konto entnommen werden darf. Caps können von der Account-Grösse abhängen oder später angehoben werden.
Möglich sind Mindestanzahl profitabler Tage, Safety Buffer, Consistency, Mindestbetrag, Wartefristen und ein nach der Auszahlung verbleibender Kontostand.
Je nach Anbieter können Plattformlizenz, Börsendaten, Kommissionen, Spreads, Resets, Reaktivierungen oder Währungsumrechnung zusätzliche Kosten verursachen.
Prop Firms bieten unterschiedliche Kontotypen mit verschiedenen Drawdowns, Tageslimits, Auszahlungsmodellen, Gebühren und Handelsbeschränkungen. Welche Struktur zu einer Person passt, hängt unter anderem von Handelsfrequenz, Haltedauer, Risikotoleranz, bevorzugten Märkten und der Fähigkeit ab, Regeln konsequent einzuhalten.
Aus meiner eigenen Erfahrung war es für mich am hilfreichsten, zunächst mit einem kleinen Kontomodell zu beginnen. Dadurch konnte ich Gebühren, Plattform, Drawdown-Mechanik und Auszahlungsvoraussetzungen verstehen, bevor ich mehr Geld für Accounts und damit verbundene Kosten eingesetzt habe. Das ist keine allgemeine Empfehlung, sondern eine persönliche Erkenntnis aus meinem eigenen Weg.
Zusätzlich werde ich im BULLHAUS HUB übersichtliche Vorstellungen meiner persönlichen Prop-Firm-Favoriten veröffentlichen. Dort werden die wichtigsten Regeln, Kontomodelle, Kosten und meine eigenen Erfahrungen zusammengeführt, damit sich die Anbieter leichter vergleichen lassen.